Ori and the Will of the Wisps

Ich war nie ein Fan von Jump’n’Runs. Ori and the Will of the Wisps ist aber kein gewöhnlicher 2D-Platformer und vermutlich deshalb der Grund, warum ich dieses Spiel so liebe.

Der zweite Teil der Ori-Reihe ist kein Spiel für Kinder. Dafür ist es – trotz den gelegentlichen verträumten Levels – einfach zu düster und teilweise auch brutal. Aber auch sehr emotional. Richtig gehört, Ori geizt nicht mit bewegenden Bildern und einer wunderbaren Musik die dich durch das ganze Spiel begleitet.

Das alleine macht Ori aber nicht zu einem guten Spiel, sondern ist die perfekte Ergänzung zum herausragenden Gameplay. Gespielt wird der Titelgebende Held Ori welcher als Waldgeist alles daran setzt seinen Freunden zu helfen und sie zu beschützen.

Ori und Veral bei der Brunnenquelllichtung.
Ori und Veral bei der Brunnenquelllichtung.

Ein wichtiger Bestandteil ist das Kampfsystem. Das fühlt sich wuchtig an und die Kombination aus dem Movement und den unterschiedlichen Fähigkeiten lässt dich zig Kombinationen aus Angriffen ausführen. Dabei kann beim Erkunden der Spielwelt aber oftmals auf den Kampf verzichtet werden. Sofern man denn das will und genügend Skills im Ausweichen hat. Weil Sterben wirst du oft. Jedoch nie so, dass dir die Motivation verloren geht. Ganz im Gegenteil, das gehört zum Spiel dazu.

Ori und der Bär Baur.
Ori und der Bär Baur.

Und dann wäre da noch dieses Bewegungssystem. Schon sehr früh erhältst du Fertigkeiten welche dich durch den 2D-Metroidvania-Mix springen, dashen, schweben, hangeln und schwingen lässt. Die Kombination aus allen Movements ist mit Abstand das Highlight des Spiels. Das Gefühl sich mit den unterschiedlichen Fähigkeiten durch die Levels zu bewegen ist unbeschreiblich gut.

Gameplay für einen Eindruck des Bewegungs- und Kampfsystems hinterlegt mit der wundervollen Musik des Spiels.

Alle Bewegungsfähigkeiten zu meistern und zu beherrschen verführt zu einem sog-artigen Flow. Ein Controller ist dabei Pflicht. Trotz Maus und Tastatursteuerung ist das Spiel schier unmöglich damit zu bewältigen.

Dank vielen Charakteren und einem Questsystem gibt’s immer etwas zu tun. Egal ob beim Ausgeben von Geisterlichtern um Fähigkeiten zu verbessern, beim finden von neuen Skills namens Geistersplittern, dem lösen von Rätseln oder den Kampf- und Parkourherausforderungen.

Ori und Kii bei der Brunnenquelllichtung.
Ori und Kii bei der Brunnenquelllichtung.

Leider ist nach gut 20 Stunden Schluss. Doch es sind 20 Stunden, bei denen keine Langeweile aufkommt und dank dem stetigen erlangen neuer Fähigkeiten lassen sich zuvor verborgene oder unerreichbare Gebiete immer wieder besuchen um die verpassten Schätze zu bergen.

Fazit

Ori and the Will of the Wisps streicht nicht ohne Grund Topbewertungen ein. Die Grafik ist Atemberaubend schön, das Kampfsystem macht Laune und das Movement fühlt sich grandios an. Der Platformer wird zu keinen Zeit zur Beschäftigunstherapie sondern ist stets motivierend.

Die ersten 20 Minuten des Spiels, inklusive des bewegenden Prologes. Von GameSpot (Englisch).

Gründe für den Kauf

Du solltest dieses Spiel kaufen, wenn du Herausforderungen magst. Auch wenn dir 2D-Platformer bisher nicht zugesagt haben könntest du – wie ich – positiv überrascht werden.

Gründe gegen den Kauf

Du solltest dir dieses Spiel nicht kaufen wenn du sehr ungeduldig bist und mit Controllern nicht’s anfangen kannst. Auch wenn es dir an Zeit fehlt wirst du dir den Kauf zweimal überlegen müssen. Das Spiel selbst ist mit 20 Stunden zwar relativ kurz, aber die Verinnerlichung der Fähigkeiten braucht Übung und Zeit.

Hinter den Kulissen

Wer gerne mal hinter die Kulissen schaut, sollte das Video von Digital Foundry ansehen, welche sich dem Port für die Nintendo Switch widmet.

Video des Ports für die Nintendo Switch: Inside An ‚Impossible‘ Port

Hast du Ori and the Will of the Wisps schon gespielt, oder denkst du über einen Kauf nach? Lass es mich in den Kommentaren wissen.

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